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Haushaltsauflösung: Ablauf, Vorbereitung und Kosten

Wie eine Haushaltsauflösung Schritt für Schritt abläuft, was Sie vorher regeln sollten und wo der Unterschied zur einfachen Entrümpelung liegt.

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Eine Haushaltsauflösung ist mehr als eine große Entrümpelung. Bei einer Entrümpelung geht es darum, Dinge zu entfernen. Bei einer Haushaltsauflösung wird ein vollständiger Haushalt aufgelöst – mit allem, was dazugehört: Möbeln, Hausrat, Kleidung, Unterlagen, Werkzeug, Keller, Dachboden und Garage. Und mit der Frage, was davon erhalten bleiben soll.

Der Ablauf in sechs Schritten

  1. Bestandsaufnahme: Fotos oder Besichtigung. Bei einem kompletten Haushalt ist der Vor-Ort-Termin die verlässlichere Grundlage.
  2. Festpreisangebot: schriftlich, mit klar benanntem Leistungsumfang und ausgewiesener Wertanrechnung.
  3. Aussortieren: Sie legen fest, was bleibt. Am besten in einem Raum sammeln oder deutlich markieren.
  4. Räumung: alle Wohnräume plus Nebenflächen. Sortierung erfolgt bereits während der Räumung, nicht am Container.
  5. Verwertung und Entsorgung: verwertbare Gegenstände getrennt, Sonderabfälle über eigene Wege, Rest zuletzt.
  6. Übergabe: besenrein, auf Wunsch mit Fotodokumentation und Schlüsselübergabe.

Was Sie vorher regeln sollten

  • Klären, wer entscheidungsbefugt ist. Bei mehreren Erben sollte vor der Räumung Einigkeit über den Umfang bestehen.
  • Wichtige Unterlagen zusammenstellen: Verträge, Versicherungen, Rentenbescheide, Kontounterlagen, Ausweisdokumente.
  • Fristen prüfen: Mietende, Kündigungsfrist, Übergabetermin beim Vermieter, Termin beim Notar bei Verkauf.
  • Strom, Wasser und Heizung im Objekt sollten während der Räumung noch funktionieren – Licht ist im Keller nicht optional.
  • Wertgegenstände, an denen Sie hängen, vorher herausnehmen. Nicht auf das Aussortieren während der Räumung verlassen.

Wo die Kosten entstehen

Der größte Kostenblock sind meist nicht die Arbeitsstunden, sondern die Entsorgung. Gemischter Abfall ist teuer, sortenreine Fraktionen sind günstiger, und Sonderabfälle sind am teuersten. Deshalb lohnt sich Sortieren nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich – vorausgesetzt, es wird während der Räumung getrennt und nicht nachträglich.

Der zweite große Faktor ist der Zugang. Etage, Aufzug, Treppenhausbreite und Parksituation entscheiden darüber, wie viel Arbeitszeit pro Kubikmeter anfällt. Eine Halteverbotszone kostet Geld, spart in dicht bebauten Städten aber häufig mehr, als sie kostet.

Wertanrechnung: was realistisch ist

Verwertbare Gegenstände können auf die Kosten angerechnet werden. Realistisch sind das in der Praxis gut erhaltene Möbel mit Nachfrage, Werkzeug und Maschinen, Metalle in relevanter Menge, vollständige Sammlungen und echte Antiquitäten. Was dagegen selten einen Marktwert hat: Standardmöbel aus den letzten zwei Jahrzehnten, Geschirr, Bücher in großer Menge, ältere Unterhaltungselektronik.

Unterschied zur Entrümpelung – kurz

Entrümpelung heisst: Bestimmte Räume oder Bereiche werden geleert. Haushaltsauflösung heisst: Ein Haushalt wird als Ganzes aufgelöst, inklusive Sortierung, Verwertung und der Rücksicht auf persönliche Gegenstände. Der Preisunterschied entsteht weniger durch die Menge als durch die Sorgfalt.

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