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Was kostet eine Entrümpelung? Die Faktoren im Überblick

Warum es keinen Quadratmeterpreis gibt, welche sieben Faktoren den Preis wirklich bestimmen und woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen.

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Die häufigste Frage vor einer Entrümpelung ist die nach dem Preis – und die häufigste Enttäuschung ist, dass niemand sie am Telefon in einem Satz beantwortet. Das hat einen sachlichen Grund: Zwei Wohnungen mit identischer Quadratmeterzahl können sich im Aufwand um den Faktor drei unterscheiden. Deshalb ist ein reiner Quadratmeterpreis keine Kalkulation, sondern eine Wette.

Warum die Fläche allein nichts sagt

Der Aufwand einer Räumung entsteht nicht durch die Fläche, sondern durch das Volumen, das darauf steht, und durch den Weg, auf dem es hinausmuss. Eine 70 m² große Wohnung im Erdgeschoss mit normaler Möblierung ist ein halber Arbeitstag für ein kleines Team. Dieselbe Fläche im vierten Obergeschoss ohne Aufzug, bis unter die Decke gefüllt, ohne Parkmöglichkeit vor dem Haus, ist ein voller Tag für ein größeres Team – bei deutlich höheren Entsorgungskosten.

Die sieben Faktoren, die den Preis bestimmen

  1. Volumen: Wie viele Kubikmeter müssen tatsächlich hinaus? Das ist die wichtigste Größe, nicht die Fläche.
  2. Art der Gegenstände: Polstermöbel, Elektrogeräte, Farben und Bauschutt haben völlig unterschiedliche Entsorgungskosten pro Tonne.
  3. Zugang: Etage, Aufzug, Treppenbreite, Laufweg bis zum Fahrzeug, Parkmöglichkeit. Jeder dieser Punkte kostet Arbeitszeit.
  4. Demontageaufwand: Eine Einbauküche, ein Wandschrank oder verklebter Bodenbelag verändern die Kalkulation erheblich.
  5. Sonderabfälle: Altöl, Lacke, Batterien, Leuchtstoffröhren, Altreifen oder Dämmstoffe brauchen eigene, teurere Entsorgungswege.
  6. Personalbedarf: Kurze Räumungsfenster erfordern mehr Leute gleichzeitig – das ist schneller, aber nicht billiger.
  7. Verwertbarkeit: Was einen echten Marktwert hat, senkt den Preis. Antiquitäten, Werkzeug, Maschinen und Metalle können angerechnet werden.

Die Spanne, in der sich der Markt bewegt

Anbieter in Deutschland rechnen überwiegend mit 20 bis 60 € pro Quadratmeter, abhängig von Füllgrad und Zugang. Alternativ wird nach Arbeitszeit abgerechnet, üblich sind 25 bis 45 € pro Mitarbeiter und Stunde. Wo innerhalb dieser Spanne ein Objekt landet, entscheidet weniger die Fläche als der Aufwand: Ein normal möbliertes Objekt mit guter Zufahrt liegt am unteren Ende bei etwa 20 € pro m², eine stark zugestellte Wohnung im vierten Obergeschoss ohne Aufzug erreicht das Zwei- bis Zweieinhalbfache.

Diese Spanne ist auch nach unten aussagekräftig: Wer deutlich unter 20 € pro Quadratmeter anbietet, kann Entsorgung, Fahrzeug und Personal nicht seriös abdecken. Solche Angebote enden erfahrungsgemäß in Nachforderungen am Räumungstag – dann, wenn der Hausrat schon halb im Transporter liegt und Verhandeln nicht mehr in Frage kommt.

Welche Orientierungswerte realistisch sind

Als groben Rahmen: Ein Kleinauftrag wie die Abholung einzelner Möbel beginnt bei etwa 149 €. Ein kleiner Keller oder eine Einzelgarage bei geringer Befüllung liegt bei etwa 400 €. Eine kleine Wohnung mit üblicher Möblierung beginnt bei rund 800 €. Eine normal möblierte 70-m²-Wohnung liegt üblicherweise zwischen 1.300 und 2.100 €. Komplette Häuser, Messie-Räumungen und Gewerbeflächen lassen sich seriös nur individuell kalkulieren.

Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen

  • Ein Festpreis wird am Telefon zugesagt, ohne dass jemand Fotos gesehen oder das Objekt betreten hat.
  • Es wird eine kostenlose Entrümpelung gegen Wertanrechnung versprochen, bevor überhaupt bekannt ist, was im Objekt steht.
  • Der Leistungsumfang bleibt vage: Steht Entsorgung im Angebot? Besenreine Übergabe? Demontage?
  • Es gibt kein schriftliches Angebot, sondern nur eine mündliche Zahl.
  • Auf Nachfrage nach Entsorgungsnachweisen kommt eine ausweichende Antwort.

So kommen Sie am schnellsten zu einem belastbaren Preis

Machen Sie pro Raum ein Foto von der Tür aus, sodass möglichst viel im Bild ist. Fotografieren Sie zusätzlich Keller, Dachboden und Garage, dazu alles, was nach Sonderabfall aussieht: Farbeimer, Ölkanister, Altreifen, alte Dämmung. Notieren Sie Etage, ob ein Aufzug vorhanden ist und ob ein Fahrzeug vor dem Haus halten kann. Mit diesen Angaben lässt sich der Aufwand in den meisten Fällen bereits gut einschätzen – und Sie bekommen eine Zahl, die dann auch hält.

Wir übernehmen das

Wohnung voll? Keller überfüllt? Haus muss leer?

Schicken Sie uns ein paar Fotos. Sie erhalten eine Einschätzung und danach ein verbindliches Festpreisangebot – ohne Verpflichtung.

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